Freitag, 29. August 2014

[Kindheitserinnerung] #2 heiße Tage mit kühlen Dessert

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Wenn ich an meine liebsten Leckerreien aus der Kindheit zurückdenke, dann erinnere ich mich an Mais, Creme Caramel (auch Flan) und schwarze Bohnen mit crushed ice. Hm, anscheinend hab ich nur Sommererinnerungen. Wer sich jetzt bei schwarze Bohnen denkt: "Moment! Bohnen? Und dann noch mit Eis?"

Ja, das geht und ist auch super lecker. In meiner Heimat Vietnam gehört "Che", so die Bezeichnung des Desserts, zu den beliebtesten Erfrischungen an einem heißen Sommertag. Dabei ist Che nur der Oberbegriff. Es gibt wahnsinnig viele Variationen, die man in den Läden der Stadt kaufen kann und auch jede Familie hat da ihr eigenes kleines Rezept. Ähnlich dem Frozen Joghurt gibt es eine Grundzutat und dazu unterschiedliche Zusätze, die man je nach Geschmack beifügen kann.

Im Fall meines geliebten Che Dau Den sind es schwarze Bohnen mit Zucker.



Auf dem Foto sind noch Tapiokakugeln zu sehen, die ich aus Klebreismehl gemacht habe. Normalerweise hätte ich noch Grasgeleestückchen dazu getan, aber die hatte ich beim Einkaufen kurzerhand mal vergessen.
Wie schon erwähnt kann man noch andere Sachen mit dazu geben, Mir bekannt sind:

Crushed Ice, Tapioka, Kokossyrup, Gelee, Longan (entkernt), Lotussamen, gelbes Bohnenmus, Kokosraspeln, Jasminblüten etc.

Dieses Gericht ist süß, erfrischend und liegt nicht so schwer im Magen. Einige meiner europäischen Testesser meinten, es hat Geschmacklich Ähnlichkeit mit Schokolade. Diese Aussage kann ich weder bestätigen noch dementieren, ich habe nur gemerkt, dass den meisten die Optik nicht wirklich zusagt. XD Dennoch solltet ihr dem Gericht eine Chance geben, bisher hat es meinem Freundeskreis gut geschmeckt.



Na dann probier' ich das doch aus

Folgende Zutaten braucht ihr für dieses echt einfache Gericht:

- schwarze Bohnen
- Zucker
-nach Belieben, Zutaten die ihr rein tun wollt (siehe oben)

Jedes Böhnchen macht...
...gar nicht so viel Arbeit. Was? habt ihr auf den Tönchenwitz gewartet?

Als erstes müsst ihr die Bohnen mindestens eine halbe Stunde in lauwarmes Wasser einlegen. Gießt das Wasser ab und füllt die Bohnen in einen Topf den ihr wieder mit frischem Wasser füllt, so viel dass die Bohnen 3-4 cm bedeckt sind. Bringt alles auf hoher Flamme zum kochen. Nach etwa 5 Minuten dreht die Flamme runter und lasst das Ganze abgedeckt auf niedriger Flamme so lange vor sich hin köcheln bis die Bohnen weich sind. Dies kann 1-2 Stunden dauern. In einem Rezept fand ich die 1 Stunde Angabe die bei mir aber Vorne und Hinten nicht gereicht hat. Probiert also lieber ab und zu, ob die Bohnen schon weich sind.

Wichtig! Achtet immer darauf, dass genug Flüssigkeit in dem Topf ist, bei Bedarf nachgießen, und ihr die Bohnen gelegentlich umrührt.

Sind die Bohnen weich gießt das Bohnenwasser in eine Schüssel oder einen anderen Topf. NICHT WEGSCHÜTTEN! Nun gebt ihr den Zucker zu den Bohnen die immernoch auf kleiner Flamme stehen. Vermengt es gut und gebt nach und nach wieder das Bohnenwasser dazu. Ab und zu abschmecken bis die gewünschte Süße erreicht ist. Das Ganze noch ein letztes Mal für etwa 5 Minuten aufkochen und ihr seid FERTIG!Wer noch etwas mehr Aroma haben will, kann noch ein bisschen Vanilleextrakt rein geben.

Lasst es abkühlen, Ihr könnt in der Zeit die anderen Zutaten vorbereiten.

Gelee schneiden oder Tapiokakugeln aufkochen. Meine selbstgemachten Tapioka bestehen aus Reismehl mit lauwarmen Wasser vermengt und etwas Zucker. Der Teig sollte eine geschmeidige Masse ergeben. Daraus kleine Kugeln formen und in einen Topf mit siedendem Wasser werfen. Wenn die Kugeln fertig sind schwimmen sie auf der Wasseroberfläche und ihr könnt sie abschöpfen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser abschrecken. Meine Mama macht gern Kokosstückchen in die Tapiokakugeln, schmeckt auch super.

In einem Glas anrichten: erst die schwarzen Bohnen, dann alles andere, zuletzt das crushed Ice. Auch zum Selbstzusammenstellen geeignet.



Guten Appetit!

Mittwoch, 27. August 2014

[Kindheitserinnerung] #1 Auf den Straßen von Thailand. - Roti, Mein Liebling! (Veggie-Wednesday)

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Es gibt immer wieder Speis und Trank, welches einem ein Leuchten in die Augen zaubert und einen zurück in die Zeit als Kind versetzt. Es ruft Dinge und Erlebnisse in Erinnerung. Ich denke jeder weiß wovon ich rede. Ich bin zum Beispiel passionierter Pfannkuchen-Esser. Meine Mama hat sie mir nie gemacht dafür mein Papa, meine Tante, mein Onkel... Oh, ich liebte diese Zeiten. Aber da gibt es noch einige mehr...

Ich hab mit in der Hinsicht gedacht ich stelle euch etwas vor, was ihr vielleicht noch nicht so kennt. Wir sind ja alle hier um was neues zu entdecken, hihi. Und da heute Veggie-Wednesday ist greife ich auf eine Süßspeise zurück. Ich hab's mir ganz einfach gemacht, was?

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Was ist das eigentlich? 
Seinen Ursprung hat es im fernen Indien und breitete sich weiter aus in den Fernosten bishin nach Thailand in dem es sich großer Beleibtheit erfreute und dort ziemlich bekannt wurde. Und schließlich verändert in die Thailändische Küche aufgenommen. Es sie in unterschiedlichen Variationen, sei es mit Ei, süßen kleinen Bananen, gezuckerter Kondensmilch, Schokolade oder gar miteinander kombiniert. Wie heißen sie eigentlich? - In Thailand nennt man sie wie in Indien Roti (โรตี; Looti gesprochen) jedoch ist es nicht wie dort eine Art Fladenbrot, sondern viel mehr wie eine Art frittierter Pfannkuchen.

Wir habe es in Thailand ständig gegessen, zu Hause oder unterwegs. Wenn wir Kiddis schon das Klingeln des Looti-Manns hörten, der mit seinem mobilen Wagen die Wohngegend abgefahren ist, hörten, rannten wir raus und suchten ihn. Es hatte ihn immer sehr gefreut, da wir mit der Familien immer eine Großbestellung aufgaben. Jeder wollte mindestens zwei Stück. Wenn ich mich recht erinnere, dann lag der Preis bei 10-15 Baht (damals 49 Baht = 1€). Das war echt nicht viel. Das schöne dabei war immer, wir konnten ihm alle dabei zuschauen wie er sie zubereitete und das immer so fix. Das wollte ich auch immer können und heute habe ich es versucht. Zwar nicht ganz so gekonnt, aber ich war dem Ergebnis sehr nahe, nur meine Technik bedarf echt Verbesserung. Ich habe gefühlte 10.000 Jahre länger gebraucht. Und der Tag war auch irgendwie verflucht, da ich weder gezuckterte Kondensmilch oder Bananen hatte. Ich dachte dann daran Schokosauce drauf zu machen, musste aber dann feststellen dass die schon kaputt ist. Hab ein bisschen geweint. :D Ich hab aber noch so viel Teig über, dass ich morgen nochmal einkaufen kann, hihi.

Wie geht das? [Englisch Recipe here]
Es sah auf den ersten Blick etwas kompliziert aus, aber wenn man einmal den Dreh raus hat, dann ist es nicht mehr so schwer. Ich hab im Internet ein schönes Rezept gefunden, ich hab mir zuerst ein paar durchgelesen und mich dann für dieses entschieden und es für euch noch mal übersetzt. Wer aber lieber das original Rezept lesen will, dem hab ich es noch im Post verlinkt. Was ihr für das Rezept (10 Rotis) braucht:

  • 1/2 Cup Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1/4 Cup Milch
  • 4 EL Butter
  • 1 Ei
  • 3 cups Weizenmehl
  • Sonnenblumenöl


Nehmt euch eine Schüssel, gebt dort das Wasser hinein und löst darin den Zucker und das Salz auf. Fügt Milch, Ei und die geschmolzene Butter. Das Ei leicht schlage und das Mehl im Anschluss in die Schüssel kippen. Den Teig mit Knethaken solange kneten bis der Teig einem Brotteig ähnelt und nicht mehr klebrig ist. 

Nun rollt ihr den Teig zu einer langen Wurst und schneidet ihn in zehn gleich große Stücke und formt drauf Bälle. Im Anschluss eine Schüssel mit Öl in der Innenseite bestreichen und etwas Öl hineingießen. Die Hand einfetten. 

Ihr nehmt euch einen Teigball zur Hand und drück mit dem Daumen den Teig von der Mitte bis nach außen und drückt es danach wieder in die Mitte und das rotierend. Also streicht ihr quasi den Teig glatt und geschmeidig. (Ich kanns schlecht beschreiben, vielleicht schaut ihr euch die Bilder auf der Originalseite an.) Am Ende drückt ihr den Teig wieder zu einem Ball zusammen und legt ihn in die Schüssel mit Öl. Das macht ihr mit allen anderen Teigbällen auch und lasst diese dann für mindestens 20 Minuten abgedeckt stehen. Oder am besten über Nacht.

Nehmt euch eine große und glatte Arbeitsfläche zur Hand und drück dort den Teigball etwas flach. Danach einfach mehrere Male den Teig gegen die Arbeitsfläche schlagen, damit der Zeit sich dünner zieht. Alternativ könnt ihr in auch mit den Fingern auseinander ziehen, sodass er hauchdünn ist, dass man fast durchsehen kann. Aber er soll nicht reißen. Und auch nicht zu dünn sein. Es soll schon ein bisschen die Arbeitsfläche durch schimmern.

Bereitet euch eine Pfanne vor, in der ihr das Sonnenblumenöl gebt und erhitzt. Wenn es heiß genug ist gebt ihr den Teig hinein und lasst es kurz darin anbraten. Ihr seht der Teig wirft Blasen und das soll auch so sein. Wenn er durch ist, und das geht schnell, dann klappt einfach den Teig mit dem Kochlöffel in einer Form zusammen, so dass es schön auf den Teller passt.

Tipp: Bei bedarf könnt ihr auch wenn ihr den Teig in die Pfanne geht auch direkt, Banane in Scheiben oder ein Ei dazugeben.

Den fertigen Roti auf einem Papier abtropfen lassen und dann auf einen Teller anrichten und mit etwas Zucker und/oder mit gezuckerter Kondensmilch servieren.




Sonntag, 24. August 2014

[Bento] #4 Für den faulen Thai...

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[Bento] Thai-Style

Wer es noch nicht weiß, Thailänder sind bekanntlich faul und bequemlich. Ja, faul bin ich auch. Deswegen gibt es die meisten Blogpost, zu meiner Schande meist erst spät Abends. Da die Frage aufkam was denn Thailänder zum Frühstück essen bzw sich in solch einer Lunch-/Bento-Box mitnehmen, zeig ich euch heute ein Beispiel. Da die Menschen in Thailand viel arbeiten und unterwegs sind haben diese meist keine Lust zu kochen und kaufen sich meist etwas von den Straßenständen oder essen in den Kantinen auf der Arbeit. Aber auch dort machen sich manche Menschen Frühstücksboxen. Meist beinhalten diese dann das Essen vom Vortrag oder ganz einfache Dinge, die sich recht schnell zubereiten lassen. Hier bei der Variante habe ich mich für Kao Pad Gai (gebratenen Reis) und Kai Jiao (Thai-Omelett) entschieden. Beide simple Gerichte, die sich innerhalb kürzester Zeit zubereiten lassen und auch kalt ganz gut schmecken. Dazu gibt es Gurken und etwas Salat. In Thailand isst man viel Gemüse als Beilage, sei es frische Salatblätter, Auberginen, Kohl, Gurken oder sonst was. Das Omlett habe ich ebenfalls in eine Dose mit etwas Jasminreis angerichtet und noch etwas Siriracha-Sauce oben drauf gegeben für etwas Schärfe und etwas mehr Geschmack.

Samstag, 23. August 2014

[Bento] #3 Schnitzel kann man auch mitnehmen...

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...und einiges mehr. Für die, die sich nicht an einem Motiv wie in den Postings vorher rantrauen, gibt es Tricks aus einfachen Zutaten eine ansprechende Beilage zu machen.

[Bento] #3 Akai's Bento
In den letzten Kommentaren wurde uns eine interessante Frage gestellt.




Hallo Mädels -- ich würde mich freuen, wenn Ihr mal (evtl. auch bei der Family?) recherchieren könntet, was z. B. in Vietnam oder Thailand ins "Bento" kommt, und wie das dort heißt.
Also ich habe mit meiner Mama telefoniert, denn sie besitzt so eine 3-teilige Essensbox.
Sie meint, dass sie darin immer ihr Mittagessen mitgenommen hat. Dies bestand aus typischen vietnamesischen Gerichten wie gebratenes Gemüse, Schweinefleisch, Hähnchengerichten etc. und natürlich immer weißen Reis. Also nichts Spezielles, da die vietnamesischen Speisen auf gemeinsamen Tellern angerichtet werden und sich jeder das nimmt was er essen will, sind sie relativ mundgerecht/stäbchenfreundlich. Ein Unterschied der mir auffiel ist, dass in dem 3-teiligen Essensboxen auch flüssigere Speisen wie Suppe oder Curry mitgenommen werden können. Zwar gibt es auch Bentoboxen mit denen das möglich ist, es ist aber nicht die Norm und somit sind die Bentoboxen nicht richtig dicht und man sollte vorsichtig sein wenn man Speisen mit Flüssigkeit mitnehmen will.

Mittwoch, 20. August 2014

[Bento] #2 Es soll ein Panda sein! (Veggie-Wednesday)

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[Bento] #2 Es soll ein Panda sein!

Ja, ganz recht es soll ein Panda sein! - Was ich genau meine werdet ihr noch später sehen. Heute habe ich mein erstes Bento selber gemacht. Es war gar nicht so leicht mit etwas auszudenken und ich habe im Internet geschaut und gesucht, um mich inspirieren zu lassen. Und dies ist nun das Ergebnis.

Bei mir gab es heute ganz Simples gepaart mit ein paar kleine Frühlingsrollen. Meine Kreation hat leider nicht in eine kleine Dose gepasst, so wurden es am Ende zwei. In der ersten Dose gibt es asiatisches Pfannengemüse mit Räuchertofu, Jasminreis und eine kleine Frühlingsrolle. Mehr hat auch nicht reingepasst.